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Die Magie der herrlichen nicht immer nur wilden Farne...

Farne sind in unserem Garten wahre Hingucker und gelten als Zauberpflanzen

Verschiedene Farne geben unserem Garten einen leichten Waldcharakter. Farne, deren Ansprüche an Boden und Licht nicht sehr hoch sind, schaffen eine geheimnisvolle Atmosphäre und unterstreichen den Waldcharakter unseres Gartens. Übrigens passen Farne sehr gut zu Rhododendren. Viele Arten von Farnen sind sogar immergrün wie zum Beispiel der Rippenfarn 'Blechnum-spicant' oder wintergrün wie die Schildfarne 'Polystichum' und sehen rund ums Jahr gut aus. Der Pfauenradfarn 'Adiantum pedatum' hat eine sehr interessante Herbstfärbung und kann mit der Zeit auch größere Flächen bedecken ohne übermäßig zu wuchern. Der Straußfarn 'Matteuccia struthiopteris' ist hingegen nur für größere Flächen geeignet, da er sich sehr stark ausbreiten kann. Eine besonders schöne Laubfärbung zeigt uns der Regenbogenfarn 'Athyrium niponicum-Sorten'. Seine Wedel schimmern die ganze Saison über in einem herrlichen metallischen Bronzeton der im Sonnenlicht klitzert. Außerdem gibt es noch den Königsfarn 'Osmunda regalis' der hit den hellgrünen Wedeln entzückt. Er ist doppelt gefiedert und hat sehr dokorative Sporenwedel.

 

Wilde Farne aus dem Wald oder Zimmerfarne für InnenräumeFarne sind Relikte aus einer erdgeschichtliche sehr alten Pflanzengruppe. Farne verlangen einen feuchten humosen Boden in einer halbschattigen bis vollschattigen Lage in unserem Garten. Aber auch an einem schattigen Ort in einem schönen Topf können uns Farne erfreuen. Freilandfarne ziehen sich entweder über Winter in den Boden zurück oder überdauern wintergrün oder immergrün die Frostperiode. Auch die wintergrünen und immergrünen Sorten der Farne sollten auch im Winter nicht der direkten und vollen Sonne ausgesetzt werden.  Unser Pflanzentipp: Farne lassen sich inder Regel sehr viel Zeit mit dem Wachsen. Davon sind die ausläuferbildenden Arten aber die vitalsten und diese Sorten wachsen sogar im tiefen Schatten von Bäumen durch deren Wurzelwerk die Farne in Zaum gehalten werden.

 

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Hätten Sie es gewusst? In früheren Zeiten galten Farne als Zauberpflanzen. Der Ursprung dieses Aberglaubens waren vielleicht die oft düsteren Schattenorte an denen der wilde Farn hervorragend wächst. Unheimlich war aber auch der ungewöhnliche Vermehrungszyklus, der eine gezielte Vermehrung in den Gärtnereien lange Zeit unmöglich machte. So glaubte man zum Beispiel, dass in der Johannisnacht aufgesammelte Samen den Finder dieser unsichtbar machten. Eines steht jedoch fest, das Entrollen der an fein verzierten Geigenköpfen erinnernden Farnwedel ist ein absolut stilles Vergnügen für den Betrachter. Die Farnwedel beginnen im Frühjar mit dem ausrollen ihrer Wedel.

 

  Blütezeit: keine Blüten, ausrollen der Farnwedel ab März, volle Farnwedelpracht Juni bis August

   Standort: möglichst halbschattig bis schattig, humusreicher Boden, hohe Luftfeuchtigkeit

    Vermehrung: durch Teilung, Adventivpflanzen oder Sporen

   Rückschnitt: im Spätherbst/Winter wer möchte, kann die Farnwedel zurückschneiden bis auf 10 Zentimeter  

   Gießverhalten: stets feucht halten, Schattengewächs

 

Zu diesem Farn wurde eine Akelei gesetzt, damit auch er blühtEin herrlicher Mix aus verschiedenen Farnen in einem Topf zusammengestellt wurde von uns im Jahre 2007 gepflanzt. Bei Farnen dauert es einige Zeit, bis diese so richtig schön voll und groß sind. Erst im Jahr 2008 ist er so prächtig gewachsen. Den Farn haben wir als kleinen Büschel von einem Besuch in einem Forsthaus mit nach Hause nehmen dürfen. Wir haben den Farn dann in einen kleinen Topf gepflanzt. Er sah entsetzlich aus und drohte einzugehen. Nach dem wir ihn im Herbst radikal zurückgeschnitten haben, trieb er im Frühjahr plötzlich von allen Seiten aus. Nicht nur ein Farn, nein verschiedene Sorten kamen zum Vorschein. Der Topf wurde natürlich schnell zu klein und wir haben ihn in einen großen Blumenkasten gepflanzt. Er wurde circa 1-3 mal gedüngt und regelmäßig gegossen. Im Herbst sollte auf jeden Fall ein ordentlicher Rückschnitt stattfinden, damit die Wildpflanzen im Frühjahr wieder neu austreiben können. Unser Tipp: Stellen Sie den Topf zum Überwintern an ein geschütztes Plätzchen und verpacken ihn etwas damit er frostgeschützt ist. Im Topf kann die Erde stark einfrieren und das kann Ihren Wildtopf kaputt machen. Finden Sie jetzt Ihre Pflanzen bei Bakker - Schöne Blumen und Pflanzen!

 

Beginnender Farn, der seine Blätter ausrollt um seine wahre Pracht zu zeigen

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Farne zählen zu den ältesten bekannten Landpflanzen, und haben bis heute überlebt. Diese herrlichen Pflanzen führen noch immer-im wahrsten Sinne des Wortes- ein Schattendasein in unseren Gärten oder auch in den heimischen Wäldern. Selbst in alt eingewachsenen Gärten mit gleichermaßen altem, hohem Baumbestand und dementsprechend wenig direkter Sonneneinstrahlung werden Farne, die sich-als Waldbewohner-spontan angesiedelt haben, zwar toleriert, aber die meisten Gartenbesitzer wissen nicht um die Schönheit und Vielfalt der bei uns erhältlichen Farne. Aber gerade in diesen Gärten mit genügend Humusauflage, hoher Luftfeuchtigkeit durch die Bäume und relativ wenig Sonne sind für Farne ideal. Farne wachsen noch an Stellen, wo andere sonnenliebende Pflanzen schon lange aufgegeben hätten.

An einem schönen Ort auf der Terrasse schmückt der Farn das Gesamtbild

 

Es gibt sommergrüne Farne, wintergrüne Farne, große und kleine. Es gibt wuchtige - die als Hintergrundpflanze gut geeignet sind- und ganz feine, zarte Gestalten die unsere Fensterbänke verzaubern. Die Vielfalt (auch ohne die zahllosen Selektionen einzelner Sorten) ist schier grenzenlos. Dabei sind die meisten Farne sehr genügsam, ertragen Wurzeldruck und sind die idealen Begleitpflanzen im Schattenbereich und Schattengarten. Die seltenen und dadurch besonders reizvollen Varietäten sind teilweise sehr schwierig zu kultivieren und zu vermehren. Gerade die alpinen Farne, die es zusätzlich kühl, teilweise sonnig, und einen mineralischen Boden mit einem bestimmten PH Wert mögen, sind in unserem Klima eine nicht leicht zu bewältigende Herausforderung. Aber gerade diese Arten sind für den Sammler von großem Interesse. Die Mehrzahl der Farne benötigt allerdings wesentlich weniger Pflege und Aufmerksamkeit als viele andere Stauden oder Gehölze.

 

Die Vermehrung eines Farnes ist möglich durch Teilung, Adventivpflanzen oder durch Sporen

 

Zur Vermehrung eines Farnes eignen sich ganz unterschiedliche Methoden. Die einfachste Art besteht jedoch in der Teilung des Rhizoms. Die Teilung ist jedoch nur mit Farnen die unterirdische Rhizome bilden möglich. Zur Teilung der Farnpflanze nimmt man diese aus dem Topf und schüttelt vorsichtig die Erde von den Wurzeln ab. Nun schneidet man das Rhizom mit einem scharfen Messer in die gewünschten Teile, wobei die einzelnen Teile nicht zu klein sein sollten und jedes Teilstück sollte noch einige Wedel besitzen. Die einzelnen Stücke des Farnes können nun in eigene Töpfe oder direkt in den Garten eingesetzt werden. Die Erde sollte zu Beginn der Einpflanzzeit leicht feucht gehalten werden, ein austrocknen oder durchnässen der Erde ist allerdings unbedingt zu vermeiden.  Bei Farnpflanzen die oberirdische Rhizome bilden kann man Kopfstecklinge zur Vermehrung verwenden. Dazu schneiden Sie ein solches Rhizom etwa 4 Zentimeter hinter dem Vegetationspunkt ab. An dem abgeschnittenen Rhizom sollte sich nach Möglichkeit bereits ein kleiner Farnwedel befinden (notfalls funktioniert die Vermehrung aber auch ohne einen bereits vorhandenen Farnwedel). Das abgeschnittene Rhizom wird in einen Topf mit angefeuchteter Erde gelegt und mit einer kleinen Spange aus Draht oder Kunststoff festgehalten. Nun stülpt man einen Plastikbeutel über den Topf und stellt ihn an einen schattigen und warmen Ort. Bitte etwas Geduld, da die Bewurzelung drei bis fünf Wochen dauern kann. Nach dem erfolgreichen Austrieb wird der Plastikbeutel entfernt und täglich ein wenig gegossen. So kann sich der junge Farn an die Umgebung erst einmal gewöhnen.


Bei einigen Farnarten ist eine sehr gute und einfache Vermehrung durch Adventivpflanzen möglich. Dies sind kleine Pflänzchen die sich an den Farnwedel bilden. Diesen jungen Nachwuchs entfernen Sie zusammen mit einem Stück des Fiederblattes der Mutterpflanze. Das abgetrennte Blattstück mit der darauf sitzenden Adventivpflanze wird dann in einen Topf auf die leicht angefeuchtete Erde gelegt und mit einer kleinen Spange befestigt. Auch dieses kleine Pflänzchen sollte in den ersten Wochen mit einem Plastikbeutel abgedeckt werden. Durch den Plastikbeutel entsteht eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine Gewächshausatmosphäre.



Die Vermehrung eines Farnes durch Sporen benötigt ungefähr 1 Jahr und ist somit am Aufwendigsten. Sie brauchen also viel Geduld bis sich neue Farnpflanzen bilden. Begonnen wird dabei  mit dem einsammeln reifer Sporen: Hierzu muß ein Fiederblatt mit Sporenkapseln ausgewählt werden. Um zu erkennen ob die Sporenkapseln reif sind, streift man mit einem Finger über die Kapseln. Ist dabei feiner Staub zu erkennen, kann man das gesamte Fiederblatt abtrennen und mit den Sporenkapseln auf ein Blatt Papier (Seidenpapier eignet sich ziemlich gut)  legen. Das Papier wird an einen warmen Platz gebracht. Nach etwa 24 bis 48 Stunden kann man bereits zahllose Sporen, welche aus den Kapseln gefallen sind,  auf dem Blatt erkennen. Wenn Sie nun das Fiederblatt leicht schütteln und klopfen werden auch die restlichen Sporen aus den nun geöffneten Kapseln fallen. Die gesammelten Sporen werden nun gleichmäßig auf leicht feuchter, steriler Anzuchterde (Laub-oder Torferde) verteilt. Der Topf wird nun mit einem Plastikbeutel abgedeckt und an einen warmen und hellen, aber nicht zu sonnigen Platz gestellt. Nach etwa 3 Monaten zeigen sich die ersten Anzeichen der Keimung durch einen schwachen grünen Überzug auf der Erde. Hieraus wird nun langsam ein grüner, moosartiger Belag. Dieser besteht aus den kleinen Keimen des Farnes, eine Ähnlichkeit mit Farnen ist jedoch noch lange nicht zu erkennen. Es dauert nun einige weitere Monate, bis dann endlich die ersten kleinen Farnpflänzchen zu erkennen sind. Sie sollten jetzt anfangen, die zarten Pflanzen zu vereinzeln (pikieren). Der Topf einer jeden jungen Pflanze wird wiederum mit einem Plastikbeutel abgedeckt und an einen warmen und hellen Ort gestellt. Im Frühjahr können die Jungpflanzen ins Freie gepflanzt werden.
 

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Aktualisiert ( Montag, den 19. September 2011 um 14:21 Uhr )
 
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