Blattläuse, Schildläuse, Wollläuse

Blattläuse, Schildläuse, Wollläuse oder Wurzelläuse: Ganz gleich ob diese grün, schwarz, gelblich oder rötlich sind, entziehen den Pflanzen Zellsaft. Diese ganzen Arten von Läusen ernähren sich dadurch, dass Sie den Saftstrom der Pflanzen anzapfen und ihnen wichtige Nährstoffe entziehen. Der Schaden an unseren Pflanzen entsteht aber nicht nur in der Entnahme von Nährstoffen, die der Planze dann fehlen und diese dazu bringen, die Blätter oft einzurollen und letztlich gar das Laub abzuwerfen.Läuse sind in soweit schlimm, weil Sie vor allem Viruskrankheiten verbreiten. Zudem siedeln die Läuse sich in ihren Ausscheidungen, dem von den Ameisen so geliebten Honigtau, pilzliche Erreger an, die ihrerseits die Pflanzen ebenfalls wieder schädigen. Der Befall zum Beispiel von Zimmerpflanzen durch Läuse, deren Herkunft uns meistens völlig rätselhaft bleibt, ist meistens ein Zeichen dafür, dass die Standortbedingungen der Gewächse nicht optimal sind.
Oft ist der Standort zu warm (zum Beispiel auf einer Fensterbank mit Heizung) oder auch zu trocken. Meistens lässt sich ein Befall von Läusen an unseren Pflanzen verhindern, in dem wir die Luftfeuchtigkeit erhöhen und ausreichend gießen. Wenn Ihre Pflanzen bereits befallen sind, können Sie diese mit einer Schmierseifenlösung abwaschen. Für die Schmierseifenlösung können Sie 5 Gramm Seife auf einen Liter Wasser nehmen. Die Lösung kann mit einer entsprechende Spritze direkt auf die Läuse gespritzt werden, da diese als Berührungsgift wirkt. In der Regel muß das Abspritzen mit der Lösung mehrmals erfolgen.

Um lästige Blattläuse an Ihren Pflanzen im Garten oder an den Kübelpflanzen fern zu halten, sollten Sie sich einfach einige Knoblauchzehen zulegen. Die Knoblauchzehen stecken Sie verteilt in die entsprechende Pflanze. Sie können auch zu Knoblauchpulver greifen. 75 Gramm Knoblauchpulver in einem Liter Wasser aufkochen und einige Minuten ziehen lassen. Lassen Sie nun die Flüssigkeit abkühlen. Füllen Sie die abgekühlte Flüssigkeit nun in ein Gefäß, mit welchem Sie die befallene Pflanze besprühen können. Alternativ können Sie auch einen Liter Milch und 2 Liter Wasser zusammen verwenden. Gehen Sie hierbei genau so vor wie beim Knoblauch und besprühen Sie anschließend die befallene Pflanze. Auch die sehr hartnäckige Schildlaus siedelt sich im handumdrehen an. Das tückische an Blattläusen und Schildläusen ist, dass sich durch ihre Ausscheidungen Pilze wie Rußtau ansiedeln. Wenn das der Fall ist, hilft meistens nur noch eine vorübergehende Einzelbehandlung der betroffenen Pflanze. Die Schädlinge werden dann an einem separaten Standort bekämpft und der Rußtau sollte abgewaschen werden.
Unser Gartentipp: Giftfreie Hausmittel gegen Schildläuse und Blattläuse:
- Mischen Sie 20 Milliliter Brennspiritus und 15 Milliliter Schmierseife in einem Liter Wasser. Die Mischung sollten Sie gut schütteln und die Schädlinge damit tropfnass einsprühen.
- Der Brennspiritus löst dabei die Chitinhülle der Läuse, so dass die Schmierseife eindringen kann, die die Tiere austrocknet. Zurück bleiben dann nur noch die Hüllen.
- Wenn Sie keinen Brennspiritus haben, mischen Sie fünf Gramm Schmierseife mit einem Liter Wasser und sprühen mit dieser Lösung direkt auf die Läuse und Blattläuse. Diese Schmierseifenlösung wirkt als Berührungsgift und muss meistens mehrmals angewendet werden.
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