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Nützlinge im Garten

Halten Sie mit Holzscheiten und Blüten Nützlinge im Garten. marienkferSiebenpunkt-Marienkäfer und ihre Larven kommen per Post - Sie sind diejenigen, die Blattläuse im Garten fressen. Immer mit den ersten warmen Sonnenstrahlen beginnt draußen das große Summen und Brummen. Wildbienen, Hummeln und Wespen, Fliegen, Käfer und Schmetterlinge bevölkern unserern Garten. Als fleißige Bestäuber sind sie unverzichtbar für alle Obst- und Gemüseliebhaber. Darüber hinaus sind viele Insekten Gegenspieler von Ungeziefer und damit sehr wichtige Verbündete des Gärtners. In nahezu jedem Garten gibt es Läuse zum Beispiel an austreibenden Rosen. Blättläuse sind die Schädlinge, die am häufigsten im Garten vorkommen. Florfliegenlarven sind in der Bekämpfung von Blattläusen sogar noch effektiver als der Marienkäfer. Unermüdlich laufen diese emsigen Tierchen unermüdlich über die Blätter der Pflanzen, stets auf der Suche nach schmackhafter Beute.

 

Aber auch Schwebfliegenlarven rücken den Blattläusen zu Leibe. Sie vertilgen ebenso wie die Larven der Florfliegen nebenbei auch noch Blattsauger und Spinnmilben. Ein weiterer ewiger Grund des Gärtners zu klagen sind auch Schnecken.

 

das ohrwurmhausAls Widersacher haben sich einige Laufkäferarten bewährt. Ohrwürmer oder auch Ohrschlitze genannt ernähren sich von Insekteneiern. Unser Gartentipp: Das Ohrwurmhaus dient dazu, dass Ohrwürmer im Garten bleiben. Mit einem Tonblumentopf etwas getrocknetem Gras oder Heu ist diese Behausung für Ohrwürmer ganz einfach selbstgemacht. Legen Sie in den Topf - genau dort wo normalerweise das Wasserablaufloch ist - ein Stück Holz oder eine Tonscherbe. Dann füllen Sie den Blumentopf mit Stroh, Gras oder Heu und stecken ihn einfach auf einen Ast oder Stab. Und fertig ist die Behausung für die Ohrwürmer.  Und Schlupfwespen wirken gut als Parasiten in der Schädlingsbekämpfung. Die Schlupfwespen legen ihre Eier in die Eier der Larven, Puppen und Wirtstieren wie zum Beispiel Weiße Fliegen und zehren diese aus. Gut helfen auch immer die richtigen Pflanzenschutzmittel. Alle Nützlinge kommen selbstverständlich in der Natur vor. Bei einem akuten Schädlingsbefall können Nutztiere gezielt eingesetzt werden. Es gibt sogar die Möglichkeit die Nützlinge online zu bestellen. Die kleinen Helfer sind nicht einfach im Laden zu kaufen, sondern müssen bei Nützlingsfirmen bestellt werden. Aber Achtung: Viele Nützlinge wirken nur gegen eine Schädlingsart. Daher ist es wichtig, dass die Schädlinge vorher sehr genau bestimmt werden. Sinnvoll sind oftmals auch sogenannte Nützlingskombinationen. Die benötigte Menge der Tierchen richtet sich immer nach der Größe der befallenen Fläche. Sehr häufig sind Mehrfachanwendungen notwendig. Klar ist aber, dass ein gezieltes und richtiges Einsetzen von Nützlingen sehr gut bei der Schädlingsbekämpfung helfen. Zu 100 Prozent kann der Befall jedoch nie beseitigt werden, was daran liegt, das der Garten ein freier Raum ist.

 

  • einen perfekten Unterschlupf bietet das Insektenhotel
  • Bambus, Schilf oder Holunderzweige für die Insekten bündeln
  • Lochziegel oder angebohrte Hartholzblöcke bereitstellen
  • Stroh, Gras oder Heu in Tontöpfen verstauen und aufhängen
  • einen kleinen Steingarten anlegen oder in eine trockene Mauer Löcher bohren

 

steingartenHaben Sie die Nützlinge gesammelt oder gekauft, wird sich diese frische Generation sehr schnell aus Ihrem Garten verpflüchtigen, wenn Sie keinen geeigneten Lebensraum finden. Dabei lässt sich die Wasserversorgung der kleinen willkommenen Gäste durch Wasserschalen oder einen Gartenteich noch problemlos lösen. Ganz anders sieht es mit den Nahrungsquellen aus. Ein geringer Schädlingsbefall sichert zwar das Überleben von Larven. Aber die Raupen der Schmetterlinge bevorzugen doch eher frisches grün. Sie tummeln sich meistens in einer wilden Ecke mit Brennnesseln. Wer diese flatterhaften Nützlinge im eigenen Garten binden will, sollte ihnen vielfältige Blüten zum Naschen bieten und zwar das ganze Jahr über.  Die heimischen Blühpflanzen wie Fetthenne oder Astern, Ringelblumen oder Sommerflieder zählen zu den idealen Nahrungsquellen. Denn Doldenblütlern und Korbblütlern können die Insekten nicht widerstehen. Aber außer Nahrung benötigen die Insekten unbedingt Unterschlupfmöglichkeiten und Verstecke. Leider fehlen vielerorts genau die Hohlräume die Insekten so dringend benötigen. Ideale Nisthilfen sind Haufen aus totem Holz, Mauerritzen und Holzscheite mit Bohrlöchern. Aber auch die geschützen Ritzen einer trockenen Mauer oder eines von der Sonne erwärmten kleinen Steinhaufens sind sehr begehrte Eiablageplätze für Raubwanzen.

 

 

Auch geeignete Winterquartiere sind oft Mangelware für die Nützlinge. In einer unaufgeräumten Ecke im Schuppen finden Tagpfauenaugen oder gar kleine Füchse Schutz bis zum kommenden Frühjahr. Wenn Sie die Hochstauden erst im Frühjahr zurückschneiden, so können Insekten und Spinnentiere die kalte Jahreszeit in den abgestorbenen Blütenständen und Samenkapseln überstehen und überwintern. Mulch und Bodenstreu wiederum sind unter den Käfern ein sehr beliebtes Quartier. All dieses Sorgen und Locken ist allerdings vergeblich, wenn der Gärtner nicht die wichtigsten Grundregeln für ein harmonisches Zusammenleben mit den kleinen Verbündeten beherzigt. Dazu gehört, das chemische Pflanzenschutzmittel tabu sind. Und dennoch sind die Nützlinge ständig in Gefahr. Denn die Lausjäger und Milbenjäger werden ständig selbst von Vögeln, Fledermäusen oder auch Eidechsen gejagt. Und genau das ist der Kreislauf der Natur. Möchten Sie auch wissen, wie Sie Unkraut erfolgriech bekämpfen

 

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Aktualisiert ( Montag, den 04. April 2011 um 18:32 Uhr )
 

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