
Das richtige Gießen
Auf das richtige Gießen kommt es an. Achten Sie darauf, dass Ihre Pflanzen niemals zu trocken sind, denn dann werden ihre unteren Blätter welken und die Blüten abwerfen. Wenn Sie allerdings zu viel gießen, verlieren Ihre Pflanzen die frische und alte Blätter und können schimmelige Blüten bekommen. Achten Sie darauf, dass Sie regelmäßig und gleichmäßig gießen. Gießen Sie Ihre Pflanze nur so lange, bis aus den Drainagelöchern das Wasser fließt. Dann hat sie definitv genug. Prüfen Sie bevor Sie erneut gießen, ob die Erdoberfläche wirklich trocken ist. Je nach Temperatur kann es sein, dass Ihre Pflanze kein Wasser benötigt oder an ganz heißen Tagen sogar zweimal am Tag nach Wasser verlangt. Je kleiner Ihr Topf ist, desto wachsamer sollten Sie sein. Die beste Gießzeit ist entweder früh morgens oder am Abend. Gießen Sie möglichst immer direkt in die Erde und nicht auf die Blätter der Pflanze. Damit Sie besser an die Erdschicht gelangen müssen manchmal ein bis zwei von den unteren Blättern entfernt werden.
Aber bedenken Sie immer beim Gießen, dass Wasser nicht gleich Wasser ist. Reines Wasser besteht aus zwei Atomen: Wasserstoff und ein Atom Sauerstoff, diese beiden Atome werden zu einem Molekül verbunden. Allerdings kommt Wasser in dieser puren Form nur selten vor. Beim Gießen unterscheiden wir drei verschiedene Wasserarten. Diese sind Leitungswasser, Brunnenwasser und Regenwasser. Denken Sie beim Gießen auch an den richtigen Pflanzenschutz
Unser Tipp: Tonnen stets verschließen! Regentonnen sollten grundsätzlich mit einem abschließbaren Deckel verschlossen bzw. gesichert werden. Denn nur so können Kinder vor dem Ertrinken in der Regentonne geschützt werden. Offene Regentonnen sind - gerade bei kleinen Kindern - viel zu gefährlich. Denn auch wenn die Regentonnen scheinbar leer sind, werden diese für spielende Kinder zum willkommenen Versteck. Allerdings verlieren sie sobald sie über den Rand der Wassertonne klettern leicht das Gleichgewicht und fallen meist kopfüber in die Tonne.
Brunnenwasser: In vielen Gärten steht zum Gießen Brunnenwasser zur Verfügung. Brunnenwasser wird mit Hilfe einer Pumpe an die Oberfläche geholt. Die Bohrung und der Betrieb eines Brunnens sind allerdings genehmigungspflichtig. Die jeweils zuständige Behörde muß für einen Brunnen eine Erlaubnis erteilen. Auch das Brunnenwasser, welches oft noch kälter als das Leitungswasser ist, sollte erst abstehen und mit Bedacht verwendet werden. Aus dem Grundwasser wird vielerorts Trinkwasser gewonnen. Also könnte es bei zu reichlichem Wasserverbrauch des Brunnenwassers zu einem Absinken des Grundwasserspiegels kommen.
Regenwasser: Das Auffangen von Niederschlägen ist immer noch die einfachste und die günstigste Weise, Wasser zum Gießen zu bekommen. Regentonnen oder Zisternen speichern oft große Mengen, die uns bei Bedarf zur Verfügung stehen. Für den Garten zum Gießen wird der Niederschlag meistens in Regentonnen gesammelt, die das Wasser von Dächern über die Regenrinnen auffangen. Meistens etwas abgestanden und auf die Umgebungstemperatur erwärmt, ist es zum Gießen nahezu ideal. Von der zunehmenden Umweltbelastung ist leider auch unser Regenwasser betroffen. Mit den Niederschlägen werden daher auch Schadstoffe aus der Luft ausgewaschen und gelangen so in konzentrierter Form auf den Boden. Dennoch bildet Regenwasser immer noch die beste und kostengünstige Alternative an Gießwasser für unsere Pflanzen im Garten. Unser Tipp: Wenn Sie ihr Regenwasser vom Dachlauf sammeln, sollten Sie den Zulauf der Regenrinne in die Regentonne erst nach einer Weile öffnen. Nach einer Zeit sind die meisten Schadstoffe, die sich als Staub auf dem Dach angesammelt haben, weggespült.
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