Sie ist zwar essbar aber schmeckt längst nicht so gut wie die richtige Gartenerdbeere. Auf die Ziererdbeere gehen wir später noch separat ein. Aber nicht nur im Garten kann man Erdbeeren kultivieren, auch auf dem Balkon bereiten Erdbeeren in Hängetöpfen oder im Balkonkasten den Hobbygärtnern oder ihren Besitzern oft große Freude. Fotos: © Ursula Thome
Die Auswahl an den verschiedenen Sorten ist mittlerweile sehr groß. Von den eher kleinen Walderdbeeren bis hin zu Erdbeerpflanzen mit extrem großen Früchten, ist in den Gärtnereien fast alles zu bekommen. Damit wir von der Erdbeere mit einer reichen Ernte belohnt werden ist allerdings eine Pflege über das ganze Jahr - mit relativ wenig Zeitaufwand - notwendig.
Das richtige Pflanzen von Erdbeeren:
Das Pflanzen von Erdbeeren sollte möglichst zwischen Juli und August erfolgen. Achten Sie darauf, dass der Boden durchlässig und leicht sauer ist. So werden Ihre Erdbeerpflanzen am besten gedeihen. Bei schwere Böden besteht ein höheres Risiko der Wurzelfäule. Und durch die Wurzelfäule können sich Krankheiten schneller ausbreiten. Das kann sogar dazu führen, dass die Erdbeerpflanzen absterben. Außerdem sollten Sie es vermeiden, frische Erdbeerpflanzen immer wieder ins gleiche Beet zu setzen. Erdbeeren sollten nicht länger als drei bis vier Jahre an einem Standort stehen. Das Beet in das Sie die Pflanzen setzen wollen, sollte bei einem festen Boden, mindestens zwei Wochen vor der Bepflanzung umgegraben worden. Tauchen Sie die Wurzeln der Erdbeerpflanzen vor der Bepflanzung kurz in ein Wasserbad. Danach pflanzen Sie die Erdbeeren mit ausreichend Abstand so ein, dass sich das Herz der Pflanze an der Erdoberfläche befindet.
Eine weitere Alternative ist die Bepflanzung auf Erddämmen. Hierbei sollten die Dämme mit verrottetem Kompost angereichert werden und so durchlässiger gemacht werden. Anschließend die Erddämme noch mit einer schwarzen Folie abgedeckt. Durch diese Art der Erdbeerpflanzung geht das Risiko der Wurzelfäule deutlich zurück und die Wurzeln der Erdbeeren können sich so besser ausbreiten. Auf Erdbeerfarmen wird meistens diese Art der Bepflanzung von Erdbeeren gewählt. Wenn Sie im vorherigen Sommer keine Erdbeeren gepflanzt haben, können Sie die Pflanzung im Frühjahr noch nachholen. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Wurzeln bereits gut ausgeprägt und die Pflanzen kräftig genug für die Einpflanzung sind. Besonders gut eignen sich gekaufte Pflanzen, wie auch Erdbeerpflanzen zum Beispiel vom Nachbarn. Allerdings können Sie damit rechnen, dass die Erdbeersaison, bei den im Frühling gesetzten Erdbeeren nicht so üppig oder gar ganz ausfallen könnte. Unser Gartentipp: Schützen Sie Ihre Früchte vor Fäule und Krankheiten mit einem Vlies oder mit einer Mulchschicht.
Beerenschätze: Was ist süßer und dabei gehaltvoller als ein frischer Teller Erdbeeren? Wenn dieser Erdbeerteller dann noch garniert ist mit einigen Zweigen Minze, roter Grütze aus Brombeeren, Himbeeren oder Johannesbeeren kann kein anderes Dessert mehr mithalten. Kaum ein Dessert ist so unkompliziert und dabei auch noch so lecker wie ein frisch zubereiteter Obstsalat. Am besten schmeckt dieser natürlich mit fruchtig-süßen Früchten aus dem eigenen Garten, denn frischer als frisch gepflügt geht nicht! Die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben dabei erhalten und Naschen vom Baum oder vom Strauch macht sowieso viel Freude. Ganz nach dem Motto: Wer selbst sät, hegt und erntet, der darf auch selber reichlich essen.

Das richtige Vermehren von Erdbeeren:
Es ist fast ein Kinderspiel, denn Sie können Erdbeerpflanzen ganz leicht selbst vermehren. Denn neben der Anzucht aus Samen - die manchmal nicht so gut funktioniert - ist die einfachste Form der Vermehrung von Erdbeeren, die Austriebe der Erdbeerpflanze. Diese Austriebe sind sehr einfach zu kultivieren. Dazu einfach die Austriebe nach der Ernte nicht nur entfernen, sondern sobald diese Austriebe circa 40 Zentimeter lang sind, können diese separat eingepflanzt werden. Meistens gehen die neuen Pfläzchen sehr schnell an. Geben Sie nach dem Einpflanzen reichlich Wasser dazu.
Düngen und Gießen von Erdbeerpflanzen ist ebenfalls wichtig:
Aber Achtung: Erdbeeren sollten Sie auf keinen Fall mit Chemidünger düngen gedüngt werden, da die Früchte verzehrt werden sollen. Am allerbesten zur Düngung von Erdbeeren eignet sich frischer Mist. Frischen Mist sollten Sie allerdings nur im Herbst zu den Pflanzen geben und kräftig untermischen, denn zur Pflanzzeit ist frischer Mist schädlich. Aber für die Pflanzen und die späteren süßen Früchte gibt es auch Handelsüblichen Dünger auch spezieller Erdbeerdünger. Diesen speziellen Dünger können Sie während des Jahres öfter nützen, damit ihre Früchte schön groß und zahlreich geerntet werden können. Man gibt ihn zu einem Drittel vor der Bepflanzung zu, ein Drittel wird im Nachwinter und das letzte Drittel wird kurz vor der Blüte zu den Pflanzen gegeben. Dies ist lediglich eine Faustregel und kann von Bodenbeschaffenheit und Nährstoffbedarf der einzelnen Pflanzen möglicherweise abweichen. Beachten Sie daher unbedingt die Beilage des Düngers. Sollten Sie noch keinen geeigneten Dünger gefunden haben, empfehlen wir Ihnen unseren Partner-Shop. Dort finden Sie nicht nur gewöhnlichen Dünger
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Neben dem Düngen ist es aber manchmal auch notwendig, mögliche Schädlinge zu bekämpfen. So könnte zum Beispiel die Bodenspinnmilbe auf leichten Böden und bei viel Wärme die Blätter der Erdbeerpflanzen schädigen. Eine sanfte Bekämpfung ist biologisch mit Raubmilben möglich. Aber auch der Befall von Grauschimmel, der vor allem bei feuchtem Wetter auftritt, könnte zu einem Problem werden. Diesem beugt man am besten vor, in dem die Reihen nicht zu dicht gepflanzt werden und stets von Unkraut sauber gehalten werden. Schauen Sie regelmäßig nach den Erdbeerpflanzen. Außerdem ist eine gute Versorgung des Bodens mit Kali von großem Vorteil. Desweiteren sollten Sie Ihre Erdbeeren regelmäßig mit ausreichend Wasser versorgen. Gerade in Trockenperioden sollten die Pflanzen regelmäßig gegossen. Achten Sie darauf, dass beim Gießen nicht zuviel Wasser auf die Blätter kommt, da dies den Krankheitsbefall fördern könnte. Sobald die Pflanzen Früchte tragen können Sie das Gießen reduzieren. So wird gleichzeitig eine Grauschimmelbildung vermieden.
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Und nun zum wichtigsten, die Ernte der Erdbeeren:
Die Ernte von Erdbeeren kann je nach Sorte unterschiedlich sein und beginnt meistens im Juni und endet im September oder Oktober. Am besten erntet man die Erdbeerfrüchte in den frühen Morgenstunden, denn dann ist das Aroma der Erdbeeren am intensivsten. Da Erdbeeren sehr druckempfindlich sind, sollten Sie die Früchte am Fruchtstiel ernten. Ernten Sie die Erdbeeren auf jeden Fall so, dass der Blattkranz an der Erdbeere erhalten bleibt. Wenn Sie den Blattkranz entfernen, kann beim waschen der Erdbeeren Wasser durch die Öffnung eindringen und die Erdbeere verwässern. Das würde dem fantastischen Geschmack der selbstgezüchteten Erdbeeren schaden. Erdbeerpflanzen tragen übrigens im zweiten Jahr am besten und somit sehr viele Früchte.
Nach der Ernte steht auch die Pflege an und die Vorbereitung auf den Winter:
Wenn Sie Ihre Erdbeeren nicht vermehren wollen, entfernen Sie unbedingt alle Austriebe der Pflanzen. Wenn Sie die Triebe nicht entfernen, fehlt der Pflanze die Kraft, die diese benötigt um sich selbst zu vermehren. Die Kraft ist aber für die kommende Saison von großer Wichtigkeit. In Vorbereitung auf den Winter können alle Blätter der Pflanzen entfernt werden. In den verrottenden Blätter könnten sich sonst Schimmelpilze und andere Schädlinge bilden, die den Erdbeerpflanzen schaden könnten. Achten Sie beim entfernen der Blätter allerdings darauf, dass das Herz der Erdbeerpflanze unbeschädigt bleibt.
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Einige Gärtner mähen bei großen Erdbeeranpflanzungen sogar mit dem Rasenmäher oder mit der elektrischen Heckenschere über die Pflanzen. Hier ist jedoch vorsicht geboten und sollte darauf geachtet werden, dass die Schnittfläche nicht zu tief sitzt. Denn nur wenn die Schnittfläche nicht zu tief sitzt, wird das Herz der Erdbeerpflanze nicht verletzt. Nach dem Mähen folgen das Düngen und das Auflockern des Gartenbodens. Das geschieht am besten durch das Einarbeiten von Sand, Torf oder Kompost. So können Sie aus schweren Böden wieder leichtere Böden machen. Für das Düngen einfach eine Schicht aus verrottetem Mist oder Stroh aufbringen. Vor der Kälte im Winter sollten die Erdbeeren am besten mit einer Decke aus Fichtenreisen, die locker aufgelegt wird, geschützt werden.
Ziererdbeeren: Es muss ja nicht immer Efeu sein, auch Ziererdbeeren (Fragaria vesca) bieten eine farbenprächtige Alternative zu den herkömmlichen Bodendeckern. Diese sortenreichen Schönheiten können Sie von August bis Mitte September noch pflanzen. Denn dann ist noch Pflanzzeit. Die Ziererdebeeren gewinnen ihren besonderen Charme aus der Kombination von dichtem, meist ganzjährigem Laub und den intensiven Blütenfarben. Recht großblumig und zartrosa blüht etwa die Sorte 'Pink Panda'. Wussten Sie, dass diese Sorte aus einer Kreuzung der heimischen Walderdbeere mit dem Fingerkraut entstanden ist?
Wie die Walderdbeere bildet die Ziererdbeere kleine Früchte, die durchaus essbar sind aber nicht so lecker. Diese Früchte sollten eher als zierte hängenblieben, denn die Früchte der Ziererdbeere sind nicht besonders aromatisch. Allerdings bildet eine nahezu perfekte Verbindung von Schönheit und Genuss die französische Züchtung 'Viva Rosa'. Diese Züchtung trägt reichlich mittelgroße Beeren von Juni bis Oktober. Auch in Balkonkästen oder Ampeln gedeiht die 'Viva Rosa' sehr schön. Unser Pflanzentipp: Optimale Wuchsbedingungen finden Ziererdbeeren übrigens auf fruchtbaren, feuchten und gut wasserdurchlässigen Böden und als ursprüngliche Waldbewohner kommen die Ziererdbeeren auch mit einem halbschattigen Standort gut zurecht.
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