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Passionsblume 'Passiflora'

Die aus Südamerika stammende Passionsblume

Die aus Südamerika stammende Passionsblume ist bekannt durch ihre sehr extravagante Blütenform und gehört zu den Kletterpflanzen. In den Sommermonaten wird sie überwiegend im Freien gehalten. Ist Ihre Pflanze noch relativ klein, sollten Sie die Triebe unbedingt an der Klettervorrichtung anbinden. Für Innen ganz besonders gut geeignet ist die blaue Passionsblume. Wenn Sie davon ein recht großes Exemplar im Zimmer haben, kann sie wegen ihres sehr hohen Wasserverbrauches deutlich zu einer Verbesserung des Raumklimas beitragen. Die Passionsblume blüht sowohl drinnen und draußen in der Zeit von April bis Oktober. Sie mag einen warmen, hellen Standort und sollte im Freien etwas geschützt stehen. Achten Sie darauf, dass sie nicht allzu lange der direkten Sonne ausgesetzt ist, denn das bekommt ihr nicht gut! Sie benötigt regelmäßig Wasser und einmal die Woche Dünger.

 

 

Im Herbst, wenn die Temperatur nur noch bei circa 8 Crad liegt, wird es Zeit die Passionsblume rein zu holen. Sie wird in den Wintermonaten ihre Blätter verlieren, was allerdings völlig normal ist. Unser Tipp: Die Passionsblume schneiden Sie erst circa Ende Februar Anfang März zurück. Schneiden Sie die Neutriebe bis auf drei Augen zurück und fangen Sie an mehr zu gießen und wieder zu düngen. Es bilden sich dann relativ schnell neue Blütentriebe. Sie können auch Stecklinge der Passionsblume im Vermehrungskasten bewurzeln und später wieder einpflanzen.

 

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Unser Pflanzentipp: Die großen Blüten der Passionsblume sind wunderschön anzusehen und es gibt die Passionsblume in vielen verschiedenen Arten. Die Art, die in wärmeren Gegenden Amerikas heimisch ist, wird  in Mitteleuropa sehr gerne als Kletterpflanze für das Zimmer kultiviert. Nicht nur weil sie so schön aussieht. Sondern die sehr beruhigende Wirkung der Passionsblume war schon den amerikanischen Ureinwohnern bekannt. Die amerikanischen Ureinwohner haben die Passionsblume auch gerne als Heilpflanze verwendet. Auch in der europäischen Heilpflanzenkunde wird die Passionsblume zum Beispiel gegen Schlafstörungen verwendet. Die Passiosnblume wirkt auch krampflösend und angstlösend. Auch gegen zahlreiche nervös bedingte Gesundheitsbeschwerden wird die Passionsblume verwendet.

 

Besonderheiten der Passionsblume: Halten Sie die Passionsblume (Passiflora) im Sommer immer feucht, aber nicht nass. Im Winter benötigt die Passionsblume eine Ruhephase. Um die Passionsblume zu überwintern, sollte sie hell und kühl stehen und nicht gedüngt werden. Es reicht, wenn die Passionsblume nur wenig gegossen wird. Bitte lassen Sie die Passionsblume nicht völlig austrocknen. Die Blaue Passionsblume (P. caerulea) und die Fleischfarbene Passionsblume (C. incarnata) können in milden Gegenden auch im Freiland, jedoch nicht unter -15°Crad, gehalten werden. Wenn tiefer Frost auch nur kurzzeitig kommt, sollte die Passionsblume mit einer dicken Schicht Mulch oder trockenem Laub abgedeckt werden. Schneiden können Sie die Passionsblume ab Februar. Die Neutriebe können im Frebruar bis auf 3 Augen zurückgeschnitten werden. Ab Februar auch wieder etwas mehr gießen und ab dem ersten Austrieb wieder einmal wöchentlich düngen.

 

Die Passionsblume ist eine Schlingpflanze, deren Stengel bis zu fünf Meter lang werden kann. Die Stengel der Passionsblume sind recht dünn, gerillt und rankfähig. In den Blattachseln wachsen zusätzlich Ranken, die sich strark ringeln und stark zusammenziehen. Die Blätter der Passionsblume sind dreifach gelappt und glänzen wunderschön dunkelgrün auf der Oberseite. In den Blattachseln der jüngsten Blätter wachsen dann die großen Blüten. Die Blüten können bis zu 8 Zentimeter groß werden und sehen sehr dekorativ aus. Ein  absoluter Hingucker. Die Blütenblätter sind je nach Art entweder weiss, violett oder rötlich. Innen haben die Blüten eine Innenkrone mit dünnen Blütenblättern. Die Befruchtungsorgane, drei Narben und fünf Staubgefäße, stehen sehr stark nach vorne ab.Die "offizielle" Heilpflanzen-Art der Passionsblume ist die Art Passiflor incarnata.

 

Die Passionsblume bevorzugt einen hellen Standort und keine direkte Sonne. Als Zimmerpflanze mag sie eine normale Zimmertemperatur zwischen 20 - 22 Crad. Sie benötigt viel Wasser und darf daher reichlich gegossen werden. Ein wöchentliches Düngen lässt die Passionsblume noch besser wachsen. Im Frühjahr sollten alle Seitentriebe der Passionsblume auf sechs bis acht Augen zurückgeschnitten werden. Der Rückschnitt fördert die Blütenbildung.

 

  Blütezeit: bei guter Pflege von Mai/Juni bis September/Oktober

   Standort: einen möglichst heller Standort, nach kurzer Eingewöhnung auch volle Sonne

  Vermehrung: die Vermehrung erfolgt über Samen oder Stecklinge

   Rückschnitt: Ende Februar, Anfang März die Neutriebe bis auf drei Augen zurückschneiden 

   Gießverhalten: viel Wasser, immer leicht feucht, keine Staunäss, einmal pro Woche düngen

 

Die in den Garten ausgepflanzten Passionsblumen, sollten im September wieder in große Töpfe gesetzt werden. Sorgen Sie beim Überwintern für einen hellen und kühlen Standort. Ab März können Sie die Passionsblume wieder in lehmige, sehr nahrhafte Erde einpflanzen. Gerne darf  etwas Sand und Hornspäne untergemischt werden, da die meisten Passifloren Hunger leiden. Ab März darf sie wieder hell stellen und mehr gegossen werden. Wer die Passiflora am Spalier ziehen möchte, sollte sie nicht zu oft anbinden, denn sie will vor allem in Ruhe wachsen. Ab Ende Mai bilden sich neue Triebe und Knospen. Die Vermehrung aus Stecklingen und halbreifen Triebspitzen gelingt am besten im Frühbeet bei möglichst viel Wärme und Feuchtigkeit. Die Vermehrung gelingt  entweder durch Ableger die aus dem Wurzelstock kommen oder durch Kopfstecklinge. Hier geht`s zu schönen Gärten.

 

Die Gattung der Passiflora umfasst viele Arten, die auch als Kübelpflanzen gehalten werden können:

Passiflora alata. Der Name Passiflora alata bezieht sich auf die Form des Stammes. Die Früchte der P. alata sind essbar und kommen in ihrer Heimat Südamerika in den Verkauf. Ihre duftenden dunkelroten Blüten werden bis zu 12 Zentimeter groß und sind einfach wunderschön. Um die Früchte allerdings ernten zu können ist eine Kreuzbestäubung nötig. Die P. alata eignet sich in unseren Breiten als Kübelpflanze sehr gut (besser als xdecaisneana und quadrangularis). Zur Haltung empfehlen wir einen Standort wie zum Beispiel ein Wintergarten mit einer Temperatur um etwa 15 Grad. Die Blüte hat Kelchblätter und Kronblätter und strahlt in dunkelrot. Der Strahlenkranz umfasst 3-4 Zentimeter und ist purpur und weiß gebändert und in Form eines Lampenschirms. Die Blätter sind umgelappt und die Frucht bildet sich in gelblichorange, ist oval und 5-7 Zentimeter lang und essbar.

Passiflora alata-caerulea in weiß und blauviolett. Diese Sorte eignet sich hervorragend für die Zimmerkultur.

Passiflora Amethyst.  Diese Sorte erfreut den ganzen Sommer mit reichlich blühten und verträgt auch leichten Frost.

Passiflora caerulea racemosa in weiß-blau. Sie ist sehr robust, aber deren Früchte sind ungenießbar. In Gegenden mit mildem Klima eignet sie sich auch für Balkon und Terrasse. Leichten Frost kann diese Sorte vertragen.

Passiflora citrina sorgt den ganzen Sommer für Lichtblicke. Sie wirkt durch einen zitrusfrischen Geruch steckt an.

Passiflora decaisneana benötigt einen Wintergarten, der nicht kälter als 10 Grad ist. Diese Sorte wächst sehr rasch und zählt zu den schönsten Hybriden überhaupt.

Passiflora edulis. Die Passiflora edulis ist die Maracuja unter den Passionsfrüchten. Diese Art gehört zu den immergrünen, mehrjährigen Kletterpflanzen mit wechselständigen Blättern. Sie wird mehrere Meter lang und benötigt eine Kletterhilfe, Klettergerüst oder Spalier, an dem sie hoch klettern kann. Hat sie die Rankhilfe einmal bewachsen, ist sie relativ schwer wieder davon zu entfernen. Ihre Blätter werden 7 bis 18 Zentimeter lang und bestehen aus 3 Lappen. Die sehr prachtvollen 5 bis 8 Zentimeter große Blüten  entspringen aus den Blattachseln. Sie bestehen aus insgesamt 10 weißen Kronblättern und Kelchblättern. Direkt darüber befindet sich noch eine Nebenkrone, die als Haarkranz ausgebildet ist. Die Staubblätter  der Passiflora edulis sind gelbgrün und die Blüte ist selbstfertil und kann daher mit dem eigenen Blütenstaub befruchtet werden. Wenn die Blüte bestäubt werden soll, muss man warten bis sich der anfangs noch wachsartige Blütenstaub in eine pulverförmige Form verwandelt. Erst jetzt kann bestäubt werden. Hat das Bestäuben geklappt, wachsen relativ schnell die Früchte heran. Die Früchte brauchen allerdings einige Monate bis sie gut ausgereift sind. Die Maracuja-Früchte können nach der Reife ausgelöffelt werden.

 

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Aktualisiert ( Donnerstag, den 21. Juli 2011 um 07:39 Uhr )
 
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