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Gartenarbeit im Februar:

Im Februar beginnen wir mit dem zurück schneiden unserer Geranien, für die im Oktober die Saison zu Ende ging. So langsam wachen die Geranien aus dem kühl überwinterten Quartier wieder auf. Sie erwachen nach und nach zu neuem Leben. Alle Triebe unserer Sommergeranie können bis auf zwei bis drei Blattknoten zurück geschnitten werden. Nach dem Rückschnitt kann die Pflanze von der Basis heraus neu austreiben. Damit die Geranien noch kompakter und prächtiger werden, ist es an der Zeit sie in frische Erde umzutopfen. Auch ein wärmerer heller Standort ist ab Februar von Vorteil. 

 

 

Überprüfen Sie die Kübelpflanzen im Winterquartier: Die Tage werden nun endlich länger und unsere Kübelpflanzen in unserem Winterquartier fangen wieder zu wachsen an. Da es im Winterquartier meistens etwas dunkel und kühl ist, sprießen nur sehr kleine dünne Triebe aus unseren Pflanzen.  Die noch im Winterquartier befindlichen Kübelpflanzen haben noch kein Blattgrün und sind noch sehr unverzweigt. Schneiden Sie die Triebe von Fuchsien, Hammerstrauch und Schönmalve ganz ab. So können Sie gewährleisten, dass diese Pflanzen ihre Form behalten. Unser Tipp: An den frostfreien Tagen sollten Sie das Winterquartier ausgiebig lüften. Auch an das Gießen sollten Sie wieder vermehrt denken.Überprüfen Sie regelmäßig den Schädlingsbefall.

 

Frost kann auch den Kirschlorbeer schädigen: Lang anhaltender, eisiger Frost kann die Triebe, Knospen und Blätter des immergrünen Kirschlorbeers auf dauer schädigen. Sollten eisige Temparaturen von -10 Grad bis -15 Grad über längere Zeit anhalten, sollten Sie auch den Kirschlorbeer schützen. Er kann mit einer großen Plane oder einem Jutetuch abgedeckt werden. Hat der Kirschlorbeer bereits Frostschäden abbekommen, werden die Blätter braun. Das bedeutet aber noch nicht, das die ganze Pflanze erfroren ist. Kirschlorbeer ist robust. Schneiden Sie im Frühjahr die betroffenen Zweige heraus und hoffen Sie, dass der Kirschlorbeer sich wieder erholt. Die Pflanze treibt im Frühling  - auch nach einem harten Winter - oft wieder neu aus. Unser Tipp: Als sehr frosthart und kälteressistent gelten die Sorten 'Otto Luyken' und 'Caucasica'. Lassen Sie sich im Fachhandel ausreichend beraten.

 

Die ersten Blumen können bereits Ende Februar ausgesät werden:  Die ersten Sommerblumen und oder Balkongemüse können bereits Ende Februar ausgesät werden. Dazu sollten Sie die Samen in den entsprechenden Saatschalen einsäen und an einem warmen, hellen Ort stellen. Achten Sie darauf, dass die Erde in der Saatschale immer feucht gehalten wird. So entsteht ein gutes Klima ähnlich wie in einem Gewächshaus. Wenn die ersten Blätter erscheinen, können die Sämlinge ganz vorsichtig vereinzelt werden. Sommerblumen-Aussaat einfach und günstig im Eierkarton. So ganz langsam startet die Aussaatsaison für unsere Sommerblumen.Die preiswertesten Anzuchtgefäße sind immer noch Eierkartons oder Eierpaletten aus Pappe. Bei der Anzucht der Samen sollten Sie darauf achten, dass pro Ausbuchtung nur ein Samenkorn in die Erde kommt. Wenn die Pflänzchen nach einer gewissen Zeit kräftig genug sind, trennt man die einzelnen Papptöpfchen einfach ab und setzt sie direkt ins Beet. Die sehr lockere, durchweichte Pappe zerfällt ziemlich schnell und kann dann von den Pflanzen leicht durchwurzelt werden.

 

Bäume weiß anstreichen? Ja,Sie haben richtig gelesen. Im Obstbau ist das sog. 'Weißeln' der Baumstämme im Winter seit Jahren geübte Praxis. Obwohl das Weißeln in den Privatgärten und Hausgärten nicht so oft zum Einsatz kommt, könnte es dort sehr hilfreich sein.  Sinnvoll kann zum Beispiel das Weißeln an jungen Gehölzen sein, die der Sonne stark ausgesetzt sind. Durch das Färben kann verhindert werden, dass die Bäume Frostrisse bekommen. Ganz besonders problematisch sind die Kahlfrosttage im Februar und März, denn an diesen Tagen nimmt die sehr dunkle Rinde auf der von der Sonne beschienenen Seite viel Wärme auf. Durch die aufgenommene Wärme von der Sonne, dehnt sich die Rinde des Baums kräftig aus. Dabei bleibt die der Sonne abgewandte Seite eiskalt und dehnt sich überhaupt nicht aus. Dieer Zustand führt dann zu sehr starken Spannungen innerhalb des Holzes. Die Spannungen lassen sehr oft das Holz bis in die Tiefe hinein reißen. Manchmal entstehen nur sehr feine Risse, die kaum sichtbar sind und manchmal entstehen auch sehr große Risse, Wie auch immer, jeder Riss in der Rinde eines Baumes kann Pilzsporen und Bakterien eindringen lassen.  Unser Pflanzentipp: Das Weißeln eist in sehr einfaches Mittel um die Aufnahme der Sonnenenergie so weit zu verringern, dass die Rinde des Stammes die Spannungen aushalten kann. Daher ist es ratsam diese Methode bei noch recht jungen Bäumen, an denen die Rinde des Baumes noch dünn ist,  anzuwenden. 

 

Wissen Sie vielleicht ganz genau, wann Sie Ihre Bäume und Sträucher schneiden müssen? Kennen Sie vielleicht den Zeitpunkt, wann Leimringe gesetzt werden sollen? Nein? Das macht garnichts, denn mit unserem Pflanzenkalender erinnern wir Sie an viele der notwendigen Gartenarbeiten.


Der Februar ist der richtige Monat für den Obstbaumschnitt. Denn zu diesem Zeitpunkt können Schnittwunden schnell verheilen. Wie stark der Obstbaum verschnitten wird, hängt davon ab, wie stark der Ertrag im letzten Jahr war und wie Wuchsstark der Baum war. Wenn Ihr Baum überdurchschnittlich viele Früchte gebracht hat, sollten Sie eher zurückhaltend beim Rückschnitt sein. Wenn Ihre letzte Ernte dagegen nur mäßig oder gar schwach war, kann der Baum stärker gekürzt und damit der hohe Anteil an Blütenknospen reduziert werden. Bei den stark wachsenden Bäumen ist eher Zurückhaltung geboten und bei den jüngeren Pflanzen können Sie in den ersten Jahren sogar ganz auf einen Rückschnitt verzichten. Umgekehrt ist es allerdings bei schwach wachsenden Bäumen. Hier kann ein kräftiger Schnitt das Wachstum fördern. Für den Baumschnitt sollten Sie am besten eine Säge benutzen. Mit der Säge können wenige große Äste komplett aus der Baumkrone entfernt werden. Die Gartenschere wird für die kleineren Korrekturen eingesetzt. Denken Sie auch daran, Pilze wie Mehltau und Obstbaumkrebs zu entfernen.

 

Blütensträucher können im Februar ausgelichtet werden: Sie können alle drei bis vier Jahre die ausgewachsenen Ziersträucher auslichten. Das bedeutet, dass tote Zweige und alte, knorrige Äste möglichst direkt über dem Boden abgeschnitten werden. Sie können auch sehr dünne oder zu schwache Triebe entfernen. Achten Sie aber darauf, dass der Schnittzeitpunkt von der Blütezeit des jeweiligen Strauches abhängt. Im Februar / März solten nur die Sträucher geschnitten werden, die im Herbst blühen. Alle Sträucher die im Frühling blühen, also die sogenannten 'Frühlingsblüher' kommen erst nach der Blüte an die Reihe. Unser Tipp: Schneiden Sie nur an frostfreien Tagen, denn bei Frost kann das Holz von den Ästen beim Schneiden splittern und das wollen wir nicht. 

 

Das richtige Verpflanzen von Ihren Stäuchern: Die Sträucher, die mittlerweile sehr groß geworden sind oder mittlerweile an einem falschen Platz stehen, können auch nach einigen Jahren noch verpflanzt werden. Das Verpflanzen dieser Sträucher darf ausschließlich an frostfreien Tagen und frostfreiem Bode erfolgen. Ganz wichtig, dass das Verpflanzen n in der Vegetationsruhe passiert. Denn wenn die Sträucher oder das Gehölze im März und April wieder austreibt, ist es für eine Verpflanzung zu spät. Wichtig ist, dass die Wurzeln nach dem Ausgraben auf keinen Fall austrocknen. Am besten Sie legen einen nassen Jutesack über die ausgegrabenen Wurzeln. Nach dem Umpflanzen muss der Boden eine ganze Weile noch feucht gehalten werden, sonst vertrocknen die Wurzeln und der Strauch wird leider eingehen. 

 

Und so wirds gemacht:

  • Zuerst sollten Sie die Triebe des Strauchs zusammenbinden.
  • Danach mit dem Spaten mit ausreichend Abstand zur Pflanzenmitte die Wurzeln abstechen.
  • Sämtliche Wurzeln sollten mit Abstechen abgetrennt werden. Bitte keine Wurzeln herausreißen.
  • Wenn Sie die Wurzel aus dem Boden heraus haben, kann die Wurzeln rundherum etwas eingekürzt werden.
  • Nun müssen Sie das neue Pflanzloch entsprechend tief ausheben.
  • Den Erdaushub können Sie mit Pflanzerde oder Kompost vermischen. Prüfen Sie ob die Wurzeln noch naß sind!
  • Setzen Sie nun den Strauch in das ausgehobene Pflanzloch und bedecken es nur halb mit Erde.
  • Jetzt sollten Sie erst einmal ausreichend Wässern.
  • Ist das Wasser versickert, füllen Sie den Rest des Lochs mit Erde auf. 
  • Zum Schluß die Erde fest andrücken. Je nach Strauchgröße dürfen Sie mit Gartenschuhen antreten. 
  • Nun können Sie die zusammengebundenen Triebe wieder befreien und den Strauch entsprechend schneiden. 
  • Die älteren Triebe können möglichst dicht über dem Boden abgeschnitten werden und überhängende Äste können entfernt werden.
  • Ganz zum Schluss noch einmal sehr gründlich wässern.
   

Hier kommen Sie direkt zu den einzelnen Monatsbeiträgen:

Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember

Aktualisiert ( Freitag, den 09. April 2010 um 17:06 Uhr )
 

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