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Ein Stück Bauerngarten mit der Bauernrose

Holen Sie sich mit der Bauernrose (Pfingstrose, Päonie) ein Stück Bauerngarten in Ihren Garten: Die Bauernrose ist die Rose der alten Bauerngärten. Dabei weisen die Blattform und der schwere Rosenduft auf eine Zugehörigkeit zu den Damaszenerrosen, einer der ältesten Kulurformen, hin. Die Bauernrose ist unter den herrlichen Gewächsen wurzelecht. Das bedeutet, dass sie nicht veredelt wird und jeder Trieb, der aus der Erde treibt, die typischen, stark gefüllten Blüten bildet. Die Bauernrose blüht im Juni und wechselt ihre Farbe von einem starken Pink ins Rosa und verblüht mit einem leichten Violettton. Die Bauernrose oder auch Pfingstrose wird etwa 1,20 Meter hoch und ist meistens sehr wüchsig und gesund. Das einzige was den herrlich großen Blüten zu schaffen machen kann ist Regen. Durch sehr starken Regen werden die Blüten unansehnlich und blühen leider nicht richtig auf.

 

Ein Stück Bauerngarten mit der wunderschönen Pfingstrose in Rose oder Pink. Hätten Sie gewusst, dass Päonien oder Pfingstrosen (Paeonia) in China so bedeutend sind wie in Japan die Zierkische? Auch bei uns ist die Bauernrose durch ihre ganz besonders großen Blüten, die oft über 10 Zentimeter breit werden eine der bekanntesten Frühlingsblüher. Bei einigen Arten und verschiedenen Sorten duften die Blüten herrlich und eignen sich auch für prächtige Blumensträuße. Übrigens ist die echte Pfingstrose auch in den Alpen heimisch.

 

  Blütezeit: Mai bis Juni, oft schon zu Pfingsten

Standort: volle Sonne bis max. Halbschatten, je nach Sorte bis 1,5 Meter hoch

Vermehrung: durch Abstechen eines Wurzelteils (teilen)

Rückschnitt: Verblühtes immer,  die Blätter im Herbst oder Frühjahr

Gießverhalten: regelmäßig gießen, feucht halten, Staunässe vermeiden

 

pfingstrose11Die durch die mehrblütigen Stängel oft etwas üppigeren und deshalb wohl noch häufiger kultivierten Gartenpfingstrosen, Edelpäonien oder Chinesiche Päonien und ihre Sorten, haben meistens erst einen etwas späteren Blühbeginn als unsere heimischen Sorten im Frühsommer.  Der beste Schnittzeitpunkt für die Bauernrose ist, sobald an der Knospe die Blütenfarbe erkennbar ist.  

 

Die Pfingstrose eignet sich auch für die Vase: Jedes Jahr freuen wir empfinden wir die gleiche Freude, wenn die ersten Bauernrosen auf den Markt kommen oder in unserem Garten die ersten Blüten zeigen. Sie gehören genauso zur Jahreszeit wie Spargel und Erdbeeren. Man muss sie einfach haben! Bauernrosen oder Pfingstrosen sind anders als viele Schnittblumen. Denn sie sind nur kurze Zeit zu haben. Genannt werden diese Schönheiten auch: Gichtrosen, Klatschrosen oder unter ihrem botanischen Namen Päonien. In der herrlichen Farbe, dem blaustichigen Rottönen und Rosatönen, und mit Ihrer sehr opulenten Blüte ein großer Selbstdarsteller und beansprucht die absolute Star-Rolle sowohl im Garten als auch in der Vase. Für einen üppigen Strauß in der Vase benötigen Sie nicht mehr als sechs bis sieben dieser herrlichen Blüten. Bringen Sie mit diesen herrlichen Blüten ländlichen Charme in Ihren Garten.

 

Wann und wie sollten die Pfingstrosen verpflanzt oder umgepflanzt werden: Anders als bei Rosen und Clematis sollten Staudenpäonien *nicht* zu tief eingepflanzt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie veredelt sind oder nicht. Wird die Pflanze zu tief ins Erdreich gepflanzt, könnte die Blüte ausbleiben. Daher sollten Sie entweder gar nicht oder allenfalls nur sehr vorsichtig mulchen bzw. Kompost auftragen. Ungestörte ältere Exemplare der Bauernrose blühen am besten, als Flachwurzler und sind mit ihrem fleischigen Wurzelsystem sehr empfindlich gegen Störungen. Zum Vermehren sollten Sie nur am Rand abteilen und den abgestochenen Teil mit möglichst viel vorhandener Erde umsetzen. So können Sie gewährleisten, dass der abgetrennte Teil so schnell wie möglich wieder Blüten bildet. Wenn Sie die Pflanze verpflanzen möchten sollten Sei unbedingt Rest der Pflanze am vorhandenen Standort stehen lassen. Stechen Sie immer nur einen Teil der Pflanze ab. Sollte aus irgendeinem Grund nur ein Tei der umgepflanzten Pflanze eingehen, haben Sie immer noch die Hauptpflanze. Übrigens sollten Sie das auch bei Ihren anderen Stauden beachten.


Der beste Zeitpunkt zum Umpflanzen ist immer im Spätsommer oder Frühherbst. Also immer dann, wenn die Hitze des Sommers vorbei ist und es öfter mal regnet. So haben die Pflanzen vor dem Winter genug Zeit ausreichend Wurzeln zu bilden und anzuwachsen. Außerdem brauchen Sie so nicht ständig zu gießen. Auch der Frühling also kurz vor oder bei Austriebsbeginn eignet sich meist gut zum Umpflanzen. Im Fühling sollten Sie dann aber zusätzlich wässern, weil es plötzlich schon über längere Zeit zu warm und trocken werden könnte. Strauchpäonien oder Baumpäonien benötigen einen geschützten Standort möglichst an einer Mauer oder Hauswand. Sie mögen es nicht, wenn ein Spätefrost Ihre Wurzeln zerstört. Sie sollten diese Sorten auch tiefer einpflanzen. Die richtige Erde und den richtigen Dünger finden Sie hier:


Die richtige Gartengestaltung ist immer wichtig: Staudenpäonien sollten unbedingt im Pflanzabstand von etwa 0,50 Meter in großen Gruppen einer Sorte gepflanzt werden. Einzelexemplare mit kleinblütigen Massenblühern können mit den Großblühern kombiniert werden. Zum Beispiel passt die Maiblühende Pfingstrose gut mit blauen Vergissmeinnicht, weißen Schleifenblumen oder gelbem Steinkraut zusammen. Die Juniblüher mit Ihren kleinblütigen Rosenbegleitern wie zum Beispiel die blaue Katzenminze oder das weiße Steinkraut passen ebenfalls dazu. Der Standort sollte viel Sonne bis maximal leichten Halbschatten betragen. Der Boden sollte dabei nährstoffreich und humusreich sein. Ideal ist ein leicht kalkhaltig, alkalischer Boden. Päonien gedeihen aber auch gut, wenn der Boden normal oder sauer ist. Halten Sie die Pflanzen gerade im Sommer gleichmäßig feucht und vermeiden Sie Staunässe.

 

pfingstrose12Auch das richtige Schneiden ist wichtig: An den Staudenpäonien sollten Sie Verblühtes immer abschneiden. Die Blätter dieser Staude allerdings erst im Herbst oder Frühjahr. Bei den Strauchpäonien und Baumpäonien sollte am besten regelmäßig, direkt nach der Blüte, mäßig ausgelichtet werden. Allerdings sollten Sie beim Schnitt darauf achten, dass man nicht sieht, dass geschnitten wurde. Bei Platzmangel, also bei zu groß gewordenen Pflanzen, und zur Verjüngung oder nach Sturmschäden kann ebenfalls geschnitten werden.

 

Die Pfingstrosen oder auch Bauernrosen bilden eine eigene Familie, die Pfingstrosengewächse (Paeonieaceae). Früher galten sie vor allem wegen ihrer ebenfalls unzähligen Staubblätter und der Balgfrüchte als Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Von den Hahnenfußgewächsen unterscheiden sie sich jedoch nicht nur durch ihre Blütengröße, sondern insbesondere auch dadurch, dass ihre Staubblätter unten zu einer ringförmigen, nektarabsondernden Scheibe (Diskus) zusammengewachsen sind. 

 

 

Einige Wildarten sind gärtnerisch sehr interessant:

Europäische Wildpäonien

  • Paeonia officinalis (Echte Pfingstrose), duftend, meist kräftig rosarot bis purpurrot, einblütiger Stängel, 2-3 Fruchtblätter-Teilfrüchte, Blätter mehrmals 3teilig
  • Paeonia mascula, (Korallenpfingstrose, Großblättrige Pfingstrose), meist rosaweiß, deutlich heller, 3-5 Fruchtblätter-Teilfrüchte, obere Fiederblätter ungeteilt, deutlich breiter, mitunter aus Gärten in den Alpen verwildert
  • Paeonia tenuifolia (Schmalblättrige Pfingstrose), auffällige filigrane, feingeschlitzte Blätter, Kelchblätter rund, Wurzeln knollig, süßkartoffelartig, die Art ist sehr vielgestaltig und auch mit deutlich weniger feingeschlitzten Blättern

 

Asiatische Wildpäonien

  • Paeonia lactiflora, (Gartenpfingstrosen, Edelpäonien, Chinesische Päonien), duftend, meist weiß, mehrblütige Stängel, 50 cm, 2-5 Fruchtblätter-Teilfrüchte
  • Paeonia anomala, Kelchblätter mit schwänzchenähnlichen Anhängseln, Wurzeln rübenartig, meist magentarote, nickende, mohnähnliche Blüten, besonders schöne geschlitzte Blätter, meist einblütig 
  • Paeonia anomala subsp. veitchii, syn. Paeonia veitchii, meist mehrblütig, magentarote, nickende, mohnähnliche Blüten, besonders schöne geschlitzte Blätter, Bergpflanze aus NW-China
  • Paeonia emodi (Himalaja Pfingstrose), duftend, etwas höher (60-80 cm), Blüten leicht hängend, 1(-2) Fruchtblatt-Teilfrüchte

 

Zu den einzelnen Beiträgen unserer Blumen und Stauden:

  1. Akelei
  2. Fetthenne
  3. Flammenblume-Phlox
  4. Funkien
  5. Geranien
  6. Margerite
  7. Pfingstrosen-Päonia
  8. Ringelblume
  9. Engelstrompete-Brugmansia
  10. Lampionblume-Physals franchetti
Aktualisiert ( Sonntag, den 13. Juni 2010 um 18:50 Uhr )
 
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