Bunte Akzente mit der herrlich, duftenden Hyazinthe:
Setzen Sie in Beet und Topf herrlich, duftende bunte Akzente mit der Hyazinthe. Hyazinthen gehören zu den Frühblühern der Blumenzwiebeln. Hyazinthen sind ganz besondere Zwiebelblumen, denn sie bringen wie auch Tulpen, Narzissen und andere Frühblüher schon zu Beginn der Gartensaison reichlich Farbe in den Garten, auf den Balkon und die Terrasse. Die Hyazinthe gibt es in verschiedenen Ausführungen und Farben wie in kräftigem Blau, sehr intensivem Rot, reinem Weiß oder auch in Pastelltönen. Sie ist wohlduftend und sollte in keinem Garten fehlen. Ganz ungeduldige Menschen treiben Hyazinthen bereits im Winter vor oder kaufen knospige Exemplare aus dem Gartencenter. Die Hyazinthe ist ein Zwiebelgewächs und kommt ursprünglich aus den Ländern rund um das Mittelmeer.
Die Hyazinthe ist ein Frühblüher und bildet an jedem einzelnen Stängel zahlreiche kleine Blüten. Ein weiterer Trumpf der Hyazinthe ist ihr intensiver, süßlicher Duft. Sie erfreut uns mit ihrer Blüte im April-Mai. Hyazinthen sind winterhart und können in den Garten gepflanzt werden. Pflanzzeit ist September-November. Die Pflanztiefe sollte ca. 10 cm betragen. Die gängigste Art für den Garten ist die Perlhyazinthe oder Traubenhyazinthe. Sie erfreut unser Auge in einem herrlichen Blau. Unser Tipp: Die Hyazinthe fühlt sich am wohlsten in kalkreichem und etwas grobem Boden. Dann wird sie ihre volle Blüte zeigen.
Sie können den Winter auch mit Hyazinthen für Töpfe, die für Innenräume geeignet sind genießen. Denn auch die kalte Jahreszeit hat ihre schönen Seiten. Genießen Sie zum Beispiel einen gemütlichen Abend bei Kerzenlicht und Hyazinthenduft. Diese herrlichen Zwiebel-Hyazinthen mit ihrem reichhaltigen Blumenduft können in einer Sandmischung oder in einer Erde-Sandmischung herangezogen werden. Gerne werden Hyazinthen auch in speziellen Gläsern (Hyazinthengläsern) getrieben. In diesen speziellen Hyazinthengläsern ruht die Zwiebel mit der Spitze nach oben auf einer Verengung des Glases. Das Glas sollte stets knapp bis unter die Zwiebel mit Wasser gefüllt sein. Hyazinthen vertragen am besten einen kühlen und dunkeleren Ort um herangezogen zu werden. Erst wenn die Hyazinthe ausreichend Wurzeln gebildet hat, kann die Hyazinthe ans Licht gestellt werden. Dann wird sie nach und nach ihre Blüten erstrahlen lassen. Da es Hyazinthen in den verschiedensten Farben gibt, können Sie farblich aufeinander abgestimmt werden. Dies ergibt ein herrlich, heiteres Blütenbild.
Die Auswahl an Hyazinthen ist riesengroß und weil jeder Blütenstand aus unzähligen, dicht an dicht stehenden Einzelblüten besteht, ist die Farbwirkung ganz besonders schön. Dazu kommt ein sehr intensiver Duft, der so stark ist, dass schon einige blühende Hyazinthen reichen, um einen ganzen Raum mit dem intensiven Duft zu füllen. Blau blühende Hyazinthen wie 'Delft Blue' oder 'Blue Star' duften stärker als die weiß blühende 'White Pearl' oder die rosafarbene 'Pink Pearl'.
Wußten Sie, dass die Hyazinthe die Modeblume des 18. Jahrhunderts war? Die Hyazinthe hat die Menschen schon damals sehr fasziniert. Sie gelangte bereits im 16. Jahrhundert über Konstantinopel aus dem Nahen Osten zu uns nach Europa. Wild wächst die Hyazinthe zum Beispiel in Syrien und im Libanon. Sie erlebte eine sehr ähnlich beeindruckende Entwicklung wie die Königin Tulpe, die vor rund 400 Jahren eine wahre Manie auslöste: Denn Tulpenzwiebeln wechselten damals in den Niederlanden für horente Preise den Besitzer und wurden sogar an speziellen Börsen für Tulpen gehandelt. Auch Hyazinthenzwiebeln galten eine lange Zeit als sehr außergewöhnliche Kostbarkeiten. Ab ungefähr der Mitte des 18. Jahrhunderts war es zum Beispiel in Frankreich Mode, Hyazinthen in den Garten zu pflanzen, Diese Begeisterung kam angeblich von Madame de Pompadour, die Geliebte des französischen Königs Ludwig XV., die die meisten Gärten von Versailles mit Hyazinthen bepflanzen ließ.
Blütezeit: vorgezogen Ende Januar im Haus, im freien März bis April, Wuchshöhe je nach Sorte 10 - 30 Zentimeter
Standort: sonnig bis halbschattig, warmer, durchlässiger, humoser Sand- oder Lehmboden
Vermehrung: durch Brutzwiebeln, Zwiebeln im September setzen
Rückschnitt: verblühte Teile abschneiden
Gießverhalten: gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden
Hyazinthen werden durch Brutzwiebeln vermehrt. Da sie nur eine geringe Anzahl an Brutzwiebeln bilden, muss deren Wachstum angeregt werden, indem man den Boden einer großen Zwiebel kreuzweise einschneidet und dann die Zwiebel in einen großen Topf pflanzt. Dieser Topf wird dann mit Komposterde gefüllt. Nach ungefähr einem Jahr, wenn die ersten Triebe erscheinen, können Sie alles herausnehmen und die Brutzwiebeln abtrennen. Diese können dann eingepflanzt werden. Die Keimung von Hyazinthenknollen wird übrigens durch Allantoin erheblich beschleunigt. Der richtige Pflanzenschutz ist auch bei Hyzinthen sehr wichtig. Aber ein Befall von Schädlingen tritt eher selten auf. Gelegentlich können Blattläuse vorkommen oder auch Fusarium (Zwiebelfäule). Finden Sie jetzt die entsprechenden Pflanzenschutzmittel in unserem Partnershop: Denn unser Partner macht Ihre Pflanzen wieder fit. Wussten Sie, dass Hyazinthenzwiebeln im September und Oktober gesetzt werden? Die Zwiebeln werden in schöne lockere, humose, unbedingt durchlässige Erde ohne stauende Nässe gepflanzt. Die Zwiebeln sollten dabei zweimal so tief wie sie selbst dick sind in die Erde.
Der einzigartige Hyazinthen-Duft: Hyazinthen duften unterschiedlich stark und es gibt sie in verschiedenen Duftstärken. Einige von den Hyazinthen-Sorten riechen sogar so intensiv und unverwechselbar, dass eine einzelne Pflanze einen ganzen Raum mit ihrem Duft erfüllt. Zu den Duftstarken Sorten gehören zum Beispiel "Blue Star" und "Delft Blue". Etwas dezenter im Duft sind die rosafarbenen Sorten "Anna Marie" und "Splendid Cornelia". Die Hyazinthen mit dem schwächsten Duft sind "White Pearl", "Blue Pearl" und "Pink Pearl". Für jeden Duftgeschmack die richtige Pflanze.
Ganz besondere Aufmerksamkeit gilt der gefüllten Hyazinthe 'Hollyhock'. Denn gefüllte Hyazinthen sind nach wie vor sehr selten und bei dieser besticht auch noch die außergewöhnliche knallrote Farbe der Blüten. Gefüllte Sorten von Hyazinthen werden schnell zu schwer für den Stil und können daher leicht abknicken. Unser Pflanzentipp: Stützen Sie gefüllte Hyazinthen immer ab. Anders ist es bei der Hyacinthoides hispanica, der Waldhyazinthen. Waldhyazinthen bilden keine richtigen kompakten Blütentrauben, sondern die Blüten hängen an dem Stil wie viele einzelne kleine Glocken. Sie sind in den Farben weiß, rosa sowie in blau erhältlich und ganz besonders für naturnahe Gärten zu empfehlen. Denn die Waldhyazinthen sind zum Verwildern bestens geeignet. Von Jahr zu Jahr blühen sie reicher und es gefällt den Waldhyazinthen ganz besonders unter Gehölzen und Sträuchern.

Die leider noch recht unbekannte Riesenhyazinthe 'Galtonia candicans' kann sogar noch im April gepflanzt werden und wächst innerhalb kürzester Zeit zu einer üppig blühenden Pflanze heran. Diese Pflanze glänzt mit einer prachtvollen weißen auch weniger kompakt wachsenden Blütentraube. Die Blütentraube erfreut uns in den Sommermonaten und wird circa 1 Meter hoch. Die kleinen Schwestern der Hyazinthe, die Traubenhyazinthen Muscari aucheri, werden hingegen nur ca. 5-10 Zentimeter groß und tragen sehr kleine viele blaue Blütentrauben. Alleine wirken sie nicht so gut, daher unser Tipp: Sie sollten immer mindestens 20 Zwiebeln zusammensetzen damit eine entsprechende Wirkung entsteht. Die Traubenhyazinthe ist übrigens ein hervorragender Begleiter zu den früh blühenden Tulpen und Narzissen.
Bereits um 1800 herum existierten mehrere hunderte Sorten von Hyazinthen. Die Hyazinthe wurde schon damals nicht nur in den Niederlanden gezüchtet und vermehrt, sondern auch um Berlin herum gab es zu dieser Zeit bereits viele Blumenzwiebelzüchter. Diese bauten Hyazinthenzwiebeln in großer Zahl an. Die Hyazinthenfelder vor den Toren der Stadt gehörten zur Blütezeit im Frühling zu den beliebtesten Ausflugszielen. Die Menschen die wollten, konnten auch eine Hyazinthe als Topfpflanze mit nach Hause nehmen. Diese Zwiebelblumen gedeihten schon damals nicht nur gut in Töpfen und im Garten, sondern auch auf einem nur mit Wasser gefüllten Glas. Die heutigen Hyazinthengläser gab es damals noch nicht! Blumenzwiebeln in riesiger Auswahl finden Sie in unserem Partner-Shop: Blumenzwiebeln www.baldur-garten.de
Hyazinthen gehören zu den Zwiebeln, die auch ohne Erde wachsen und gedeihen. Sie lassen sich gut im Zimmer vor ihrer natürlichen Blütezeit zum Blühen bringen. Wenn die Zimmerhyazinthen in einem durchsichtigen Hyazinthenglas wachsen, bietet sich sogar der freie Blick auf das sonst verborgene filigrane Wurzelwerk. Sie können bis Ende November mit dieser interessanten Form der Blumenzwiebelkultur beginnen. Neben einer Hyazinthenzwiebel benötigt man nur ein spezielles Hyazinthenglas. Das spezielle Glas hat eine besondere, bauchige Form. Oben befindet sich zusätzlich eine Verengung, auf die die Zwiebel gelegt wird. Die Tradition der Hyazinthenkultur auf Glas stammt aus einer Zeit, als Blumenzwiebeln noch nicht wie heute in großer Zahl von Gärtnern vorgetrieben wurden. Heutzutage erlebt diese traditionelle Form der Blumenzwiebelkultur ein Comeback und Hyazinthengläser sind bereits in vielen Gärtnereien erhältlich. Zum Teil werden die Blumenzwiebeln im professionellen Gartenbau bereits ohne Erde und nur auf Wasser kultiviert.
Hyazinthengläser gibt es in vielen Farben und Formen und sind daher sehr dekorativ und nützlich Man kann sie auch gut außerhalb der Hyazinthenzeit als Vase nutzen. Manche der Gläser sind so schön, dass sie auch ohne Hyazinthe zu einem echten Schmuckstück für die Wohnung werden. Man kann aber auch ein bisschen experimentieren und möglichst passend geformte Gläser aus dem eigenen Haushalt verwenden. Achten Sie darauf, dass die Zwiebel möglichst groß ist, denn je mehr Nährstoffe sie gespeichert hat, um so mehr Kraft hat sie später für die Bildung ihrer Blüten. Das Glas wird mit Wasser gefüllt bis es die Zwiebel erreicht. Wenn sich die Wurzeln bilden, sollte zwischen dem Boden der Zwiebel und dem Wasser etwa 1/2 Zentimeter Platz bleiben. Wichtig sind Gläser mit einer Tailie, so dass die Zwiebeln oberhalb des Wasserspiegels sitzen. Das Wasser sollte die Zwiebel dann nicht mehr berühren, da sie sonst faulen kann. Sie können die Wurzelbildung zusätzlich anregen, indem Sie mit dem Fingernagel vorsichtig den Zwiebelboden ankratzen. Aber bitte sehr vorsichtig kratzen!
Sollten Sie nicht die Möglichkeit haben, Hyazinthen aus Zwiebeln heranzuziehen, können Sie im Winter vorgetriebene, knospige Hyazinthen in Töpfen kaufen. Wird die Erde vorsichtig und sorgfältig von den Wurzeln entfernt, können Sie die Pflanze auf ein mit Wasser gefülltes Hyazinthenglas aufgesetzt werden. Auf diese Weise lässt sich dann ebenfalls im Haus die Weiterentwicklung vom kleinen Spross bis hin zu den duftenden Blüten beobachten und genießen. Denken Sie bitte immer daran, dass Hyazinthen giftig sind! Hyazinthen sind giftig und können daher leicht Hautreizungen verursachen.

Unser Tipp zum Schluß: Wie bei jedem Blumenzwiebelkauf sollten Sie unbedingt auf die Qualität der Zwiebeln achten. Denn nur feste und pralle Zwiebeln ohne Verletzungen sind stark genug um kräftige schöne Blüten hervorzubringen!
Zu den einzelnen Beiträgen der Blumenzwiebeln:
|