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Jetzt aber los! Woher weiß der Pflanzensamen eigentlich wann es Zeit ist zu keimen?
Wann weiß der Blumensamen, wann er loslegen muß? Fragen über Fragen. Jetzt aber los, denn es ist Zeit! Pflanzensamen, Blumensamen und Gemüsesamen können wirklich die tollsten Sachen. Samen können fliegen - wie zum Beispiel die vom Löwenzahn. Samen können aber auch über ganze Ozeane - wie zum Beispiel die Kokosnuss - schwimmen. Und dann gibt es auch solche Samen, die Jahrhunderte überdauern - wie zum Beispiel die Samen von Kürbissen. Und solche Samen, die den gierigen Fressfeinden den Garaus machen - wie zum Beispiel die Samen des Pfaffenhütchens. Schaut man sich das Keimverhalten der Samen genau an, kommen wir doch immer wieder ins Staunen. Die Samen haben in der Jahrtausende langen Geschichte zum Teil sehr raffinierte Meschanismen entwickelt, um bei möglichst optimalen Bedingungen starten zu können.
In einem Pflanzensamen oder Blumensamen befindet sich der Pflanzenembryo. Sehr klein gefaltet und meistens zusammengerollt liegt der Blumenembryo in seiner meist harten und sehr schützenden Hülle. Der Embryo ist gut vorbereitet, denn in speziellen Speichern den sogenannten Kotyledonen, hält der Blumenembryo proteinreichen und vitaminreichen Proviant für die ersten Wachstumsvorgänge parat. Wenn Sie von Ihren Gartenpflanzen und Gartenblumen den Samen sammeln, sollten Sie den Samen grundsätzlich dunkel und möglichst trocken lagern. Dazu eignen sich hervorragend die Hüllen von Filmrollen. Lesen Sie dazu mehr in unserer Rubrik Gartenkalender-August.
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Aktualisiert ( Montag, den 06. Juni 2011 um 17:11 Uhr )
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Woran erkennt der Blumensamen den richtigen Zeitpunkt für die Keimung?
Der Samen erkennt den richtigen Zeitpunkt für die Keimung anhand einiger Umweltbedingungen. Zu den Umweltbedingungen zählen die Temperatur, der Feuchtigkeitsgehalt und auch der Sauerstoffgehalt. Für sehr viele Arten von Blumensamen ist der ausreichende Feuchtigkeitsgehalt eine Grundvoraussetzung. Bei Trockenheit kommt es bei den meisten Pflanzensamen nicht zur Keimung. Bei ausreichend Feuchtigkeit, dringt Wasser durch die oft sehr harte Schale ein und der Samen saugt sich damit voll. Dann dehnt der Samen sich aus und bringt dadurch die Schale zum Platzen. Und genau ab diesem Zeitpunkt ist es vorbei mit dem Dornröschenschlaf. Botaniker nenn diesen Dornröschenschlaf übrigens Dormanz. Jetzt beginnt der Pflanzenembryo zu wachsen. Erweisen sich die äußerlichen Bedingungen als sehr ungünstig oder gar lebensfeindlich, reagieren manche Samen noch während des Keimens und stoppen - wie zum Beispiel Salatsamen - ihre Keimung.
Salatsamen stoppen ihren Keimvorgang bei einer Temperatur von 25 Grad. Bei 25 Grad spürt der Salatsamen, dass er vertrocknen könnte und stoppt genau aus diesem Grund die Keimung. Wenn der Salatsamen bei solch hohen Temperaturen die Keimung nicht einstellen würde, würden die sehr zarten Blätter, die sich nur langsam aus der Erde schieben vertrocknen. Diese innehalten wird auch als sekundäre Pflanzenruhe bezeichnet. Damit beim Salatsamen so etwas nicht passiert, gehört die Aussaatschale niemals in die pralle Sonne auf der Fensterbank. Wasser, Wärme und Sauerstoff steuern aber nicht ganz allein das Keimverhalten der Samen. Kakteen, Tomaten, Basilikum und Kopfsalat benötigen zusätzlich unbedingt noch einen Lichtreiz, denn sie gehören zu der Gruppe der Lichtkeimer. Der Samen der Lichtkeimer sollte daher auch nur dünn mit Erde bedeckt werden. Gerade nur so dick, wie der Samen selbst ist. Unser Samen-Tipp: Gießen Sie diese Saaten nur mit einer ganz feinen Brause, sonst spült das Wasser die Samen in die dunklen Tiefen der Erde.
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Aktualisiert ( Montag, den 06. Juni 2011 um 17:11 Uhr )
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Leider gehören auch viele Unkräuter zu den Lichtkeimern!
Die Samen vieler Unkräuter können Jahrzehntelang im Boden überdauern. Wenn wir dann unseren Gartenboden umhacken oder umgraben gelangen die Samen des Unkrauts ans Tageslicht und starten sofort ihr Wachstumsprogramm. Daher empfiehlt es sich, dass Unkräuter mit der Hand aus dem Gartenboden oder Beetboden gezogen werden. Ganz anders verhalten sich zum Beispiel Samen von Feldsalat, Rittersporn oder Storchenschnabel. Diese Samenarten sind sogenannte Kellerkinder und keimen daher nur in Dunkelheit. Deshalb sollte die schützende Erdschicht mindestens zwei- bis viermal Höher als die Samenstärke sein. Viele unserer heimischen Gemüsesorten gehören zur Gruppe der Kaltkeimer.
Die Samen der Kaltkeimer keimen erst nachdem sie eine längere Zeit kühleren Temperaturen ausgesetz waren. Damit wollen die Kaltkeimer sicher stellen, dass der Winter endgültig vorbei ist. Wenn wir die Samen aber in Tütchen abgepackt überwintern, sollte der Kältereiz vorher künstlich erzeugt werden. Die Züchter in den Gärtnereien lagern diese Samen feucht und in Kühlkammern. Hätten Sie gewusst, dass solche Behandlungen, die das Saatgut keimfähig machen, im Fachjargon 'Stratifikation' heißen? Ganz an der Spitze des Erfindungsreichtums von Samen stehen die Bromelien. Die Samen dieser tropischen Schönheiten werden im Darm von Vögeln keimfreudig. Scheiden die Vögel dann den Kot aus, gelangen die Samen der Bromelien gleich an einen Platz an der Sonne.
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Aktualisiert ( Montag, den 06. Juni 2011 um 17:11 Uhr )
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